How-To: Virtualisierung mit Microsoft Virtual Machine Converter 3.1 (MVMC) 2


Wie wird ein physikalischer Server konvertiert?

Meine Anleitung bezieht sich auf folgendes Szenario:

Ihr habt einen Hyper-V als Virtualisierunghost und möchtet einen physikalischen Server auf den Hyper-V virtualisieren.

Was wird benötigt?

Ihr benötigt für die Virtualisierung nicht sonderlich viel.

  1. Hyper-V mit ausreichend vielen Ressourcen zum virtualisieren
  2. Euren physikalischen Quellserver
  3. Programm „Microsoft Virtual Machine Converter“ (MVMC)
  4. Hyper-V Features „intelligenter Hintergrundübertragungsdienst (IIS-Servererweiterung und Compakt Server) – !!! Der Server möchte zwar keinen Neustart nach der Installation, dieser ist jedoch zwingend durchzuführen !!!

Virtualisierung

Bitte führt folgende Schritte durch:

  1. Installiert „Microsoft Virtual Machine Converter“ auf eurem Hyper-V (Download-Link: MVMC3.1) – Achtung Download-Link schreibt zwar MVMC3.0, die heruntergeladene MSI ist jedoch Version 3.1
  2. Nun schaut auf eurem Quellserver in die Diensteverwaltung rein (Ausführen – services.msc) – Beendet alle Dienste und Anwendungen die nicht unbedingt benötigt werden z.B. diverse Datenbanken, USV-Software, ggfls. Virenscanner, Exchange-Dienste, usw.
  3. Jetzt öffnet Ihr auf dem Hyper-V euer MVMC. Die erste Seite könnt Ihr direkt mit „Weiter“ bestätigen.
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  4. Auf der folgenden Seite wählt Ihr bitte „Physical machine conversion“ aus. -> Next
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  5. Danach gebt Ihr die IP-Adresse eures Quellservers bei „Address“ ein und hinterlegt administrative Zugangsdaten, damit die Virtualisierung direkt auf den Server zugreifen kann. -> Next
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  6. Jetzt könnt Ihr auf „Scan System“ klicken. Die Sammlung der Systeminformationen dauert einen Moment. Nach Abschluss die Seite mit „Next“ einfach bestätigen.
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  7. Aufgrund der zuvor gesammelten Systeminformationen könnt Ihr nun die Festplatten auswählen, die virtualisiert werden sollen. Achtet bitte auf externe Festplatten, dass Ihr diese hier abwählt. -> Next
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  8. Im aktuellen Fenster gebt Ihr bitte eurer neuen virtuellen Maschine einen treffenden Namen und wählt die Anzahlt der Prozessoren aus, sowie die Größe des RAMs. Anhand eurer Auswahl wird die virtuelle Maschine abschließt so konfiguriert. -> Next
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  9. Anschließend tragt Ihr die IP-Adresse sowie die Zugangsdaten zu eurem Hyper-V ein. -> Next
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  10. Im Fenster „Disk“ müsst Ihr bei „Path“ den Zielordner für die virtuellen Festplatten angeben. In meinem Fall: „\\192.168.0.240\d$\HyperV\Virtual Hard Disks“. Ein Unterordner mit entsprechenden Namen der VM wird automatisch erstellt. -> NextScreenshot_2015.11.15_21h20m47s_009_
  11. Jetzt wählt Ihr noch den Pfad zu einem temporären Verzeichnis. Achtet darauf, dass auf der Festplatte des temporären Verzeichnisses genügend Speicherplatz zur Verfügung steht, da zuerst die virtuellen Festplatten (VHD) dort erstellt werden und dann in das Zielverzeichnis kopiert werden. -> Next
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  12. Abschließend wählt Ihr noch die Netzwerkkonfiguration aus. Hier empfehle ich immer „Not connected“ auszuwählen. Weshalb werde ich euch weiter unten erklären. -> Next
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  13. Zum Schluss bestätigt Ihr noch die Summary-Seite mit Finish und eurer physikalischer Server wird virtualisiert.
  14. Nachdem die Virtualisierung abgeschlossen ist, startet Ihr die neue virtuelle Maschine. Hier kommt die Entscheidung der Netzwerkverbindung zum tragen. Dadurch das das Netzwerk der virtuellen Maschine nicht verbunden ist, können wir diese sorgenfrei hochfahren und schauen ob alles soweit funktioniert.
  15. Beim hochfahren kann es zu dem Fehler kommen, dass die Boottabelle beschädigt ist. Hier hilft dann nur eines, einlegen der Betriebssystem-DVD. Starten der Reparaturoptionen und einer Eingabeaufforderung. Folgende Befehle reparieren die Boottabelle:
    bootrec -rebuildbcd
    bootrec -fixmbr
    bootrec -fixboot
    Anschließend ist ein Neustart notwendig und euer Server sollte wieder hochfahren. (Leider habe ich zu diesem Fehler keine Screenshots)
  16. Wenn euer Server hochgefahren ist, legt Ihr die CD mit den Integrationsdiensten von Hyper-V ein. Diese findet Ihr wie folgt:
    – Ihr öffnet den Hyper-V Manager
    – Rechtsklick auf den neuen Server und wählt „Verbinden“  Screenshot_2015.11.15_21h52m40s_015_– Im neu geöffneten Fenster geht Ihr oben links auf „Aktion“ und dann auf „Installationsdatenträger für Integrationsdienste einlegen“
    – Anschließend meldet Ihr euch an dem Server an und führt den Autostart der CD durch. Es werden sich anschließend die Integrationsdienste installieren. Nach erfolgreicher Installation wird ein Neustart benötigt.
  17.  Nachdem der Neustart durchgeführt wurde, müsst Ihr auf dem Server noch zwei Sachen konfigurieren. Das erste ist die Netzwerkkonfiguration. Sollte euer Server vorher eine statische IP-Adresse gehabt haben, muss diese wieder konfiguriert werden. Beim speichern der Konfiguration erhaltet Ihr die Nachricht, dass ein anderer Netzwerkadapter die gleiche Konfiguration besitzt und Ihr diese wirklich übernehmen wollt. Bestätigt dies einfach mit OK. Die zweite Kontrolle umfasst die Laufwerksbuchstaben der Festplatten. Diese können sich bei ersten Start geändert haben. Stellt die Konfiguration einfach über die Datenträgerverwaltung wieder her und startet den Server anschließend neu.
    Screenshot_2015.11.15_21h45m17s_013_Screenshot_2015.11.15_22h00m43s_016_
  18. Wenn jetzt alles stimmt und der virtuelle Server augenscheinlich funktioniert, schaltet Ihr den physikalischen Quellserver aus und startet den virtuellen Server mit Netzwerk.
  19. Anschließend sollte alles normal funktionieren und Ihr solltet keinen Unterschied zu vorher merken.

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